Letzte Woche im Ahrtal

Letzte Woche wurde Laach von der Wasserversorgung abgeschnitten. Es sei zu teuer, dort immer Wasser raufzubringen.

Jetzt – genau gesagt gestern- hat man den Ort Rech von der Wasserversorgung abgeschnitten. Das DRK hat kurzerhand auf Geheiß „von oben“ die IBC Container abgeholt.

 Auch wenn die betroffenen Gebiete dünn besiedelt sind, so wäre es in der Verantwortung der Gemeinden, den verbliebenen Anwohnern entweder entsprechende Ersatzunterkünfte zur Verfügung zu stellen oder aber ihrer Versorgungspflicht nachzukommen. Die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Wärme gehört zur Grundversorgung.

Meinen aufrichtigen Dank und Respekt an die Firma Gerolsteiner, die schnell, unbürokratisch privat die Versorgung übernommen hat.🙏

Im Krisenfall sieht es so aus, dass der Ort um Hilfe bitten muss.

Die Gemeinde muss dann helfen- oder die Krise nach oben weitermelden.

Dann käme der Kreis, das Land, der Bund.

In diesem Fall wurde vom Land der ADD eingesetzt.

Wir lernen an dieser Stelle, ohne Strom kein Telefon ‍♀‍ Und‍ ohne‍ Straße‍ kann‍ man‍ auch‍ nicht‍ mal schnell losfahren und Hilfe holen. Die Bürgermeister und Ortsvorstände waren einfach nicht in der Lage. So mal als Denkanstoß für eine Überarbeitung des Katastrophenschutzes🙈 Stichworte: Hierarchiestrukturen flacher gestalten, Entscheidungsträger klar benennen, Verantwortung breiter verteilen.

Die Bürgermeister und Ortsvorsteher, sowie die Mitarbeiter der Stadt sind oft ebenso betroffen wie ihre Gemeindemitglieder. Seit Monaten kämpfen  sie nicht nur gegen die Folgen des Wassers, sondern auch gegen die „Bürokratie“. In diesem speziellen Fall den ADD [die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) leitet den Krisenstab im Katastrophengebiet an der Ahr], der eingesetzt wurde, um die Krise zu bewältigen, um die Bürger zu schützen und zu versorgen. Es sind genügend finanzielle Mittel bereit gestellt worden, die aber einfach nicht ankommen. Statt dessen wird sogar die Grundversorgung mit dem Lebensnotwendigsten eingestellt und die Verantwortung in die Hände privater Spender und Menschen abgegeben.

Die Ortschaft Rech hatte vor der Katastrophe 553 Einwohner.

🌺🜷🂐🝀🂐🌷

Alexandra

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